In
kaum einer
anderen
europäischen Kultur sind Musik, Tanzen und Singen bis heute ein so
bedeutendes
Identität und Gemeinschaft stiftendes Element wie in Griechenland.
Viele
traditionelle Volkslieder (δημοτικά
τραγούδια) sind neben dem Rebétiko
mit seinem kleinasiatischen
Ursprung, den
seit den 50er Jahren
populären volkstümlichen „Schlagern“
(λαϊκά
τραγούδια), den
„Kunstliedern”
(έντεχνα
τραγούδια, z. B. von
Theodorakis und Chatzidakis) und diversen
regionalen Gattungen wie dem kretischen Rizítiko
lebendig und präsent und werden immer wieder gerne (mit)gesungen. Texte
und
Melodien einiger “Klassiker” zu kennen, ist oft der Schlüssel, um in
einer parea so richtig dabei zu
sein. Sicher
kennen nicht nur Griechen, sondern auch die meisten deutschen
Griechenlandfreunde viele Lieder mindestens “halb”, weil sie sie im
Urlaub
immer mal gehört haben, oder aber sie sind ihnen aus (leider oft etwas
zweifelhaften) deutschen Adaptionen bekannt (“Ich hab die Liebe
gesehn…”). Auf
dem geselligen Abend in der “Taverna Vassilis”, wollen wir einige der
beliebtesten Lieder in Erinnerung rufen, indem wir sie gemeinsam mit
Gitarrenbegleitung singen. Ohne die neueren Entwicklungen der
griechischen
Popmusik, die es ja oft in die vorderen Ränge des Eurovision
Song Contest bringt, in Abrede stellen zu wollen, werden
dabei neben dem „ganz Alten“ Lieder aus den 60er bis 80er Jahren des
letzten
Jahrhunderts (!) im Vordergrund stehen. Die Texte werden zur Verfügung
gestellt, einige stehen hier zum Download bereit. Empfohlen sei aber
auch allen griechisch-Sangesfreudigen
das Standardwerk von Klaus
Eckhardt: So
singt Griechenland,
Köln: Romiosini, 32002 (zurzeit in D
antiquarisch. Die auch schon wieder vergriffene Neuauflage ist offenbar
aus Österreich beziehbar: www.doblinger.at ).